Biomasse
Sonnenenergie
Das älteste und bekannteste Verfahren aus Biomasse Energie zu erzeugen ist die Verbrennung.
Dabei verbindet sich hauptsächlich der in der Biomasse gebundene Kohlenstoff mit dem Sauerstoff aus der Luft. Diese chemische Reaktion setzt Wärme frei.
Verfahren zur Energiegewinnung
Zwar ist die Verbrennung von Biomasse CO2-neutral, aber da Biomasse nicht nur aus reinem Kohlenstoff besteht, werden wie bei praktisch jeder Verbrennung auch hier noch andere Stoffe freigesetzt.
Biomasse kann auch chemisch umgesetzt werden: beispielsweise in Holzgas, mit dem man Motoren antreiben kann.
Bei den biologischen Prozessen, wie sie auch in der Natur vorkommen, sorgen Mikroorganismen für die Zersetzung der Biomasse. "Arbeiten" diese Bakterien mit Luftsauerstoff - etwa bei der Verrottung von Biomasse in einem Komposthaufen - spricht man von aeroben Verfahren. Dabei entsteht Wärme; ihre Nutzung ist aber unüblich.
Für die technische Nutzung interessanter sind Vorgänge, bei denen Mikroorganismen ohne Luftsauerstoff auskommen (anaerobe Verfahren). Beispiele hierfür sind die Vergärung von Biomasse zu energetisch nutzbarem Alkohol (Brennspiritus), die Entstehung methanhaltiger Brenngase in den Faultürmen der Klärwerke oder die Biogasgewinnung aus tierischen Exkrementen (Gülle) und anderen biologischen Abfällen.
Was ist Biomasse:
Biomasse bezeichnet alle organischen Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Unterschieden werden zwei Kategorien: Nachwachsende Rohstoffe und organischer Abfall.
Die energetisch nutzbaren Biomassepotentiale fallen in Deutschland durch die Waldbewirtschaftung, die Holzverarbeitung, die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion sowie durch Massentierhaltung an.
Erneuerbare Energieträger aus Biomasse sind dementsprechend z. B. Brennholz, Holzhackschnitzel und Bioethanol. Bei der Energiegewinnung wird nur so viel CO2 frei, wie vorher in der Biomasse gebunden war.
